Geschichten aus dem Reich der Immen

Unser fahrbarer Untersatz

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Kapitel 52: Weihnachtsmarkt mit Hindernissen

 

Am Weihnachsmarkt 2016 wurde die Situation noch einmal richtig nervig.

Dieser Markt geht über das komplette Wochenende. Am Freitag ist aufbauen angesagt. Mit dem Bus - im PKW würden wir unsere Utensilien nebst zu verkaufendem Honig nicht unterbringen.

Am Samstag "reisen" wir quasi mit leichtem Gepäck und nehmen den PKW, um zum Markt zu gelangen. Wir haben nur Proviant für den Tag und die Kasse dabei, die Ware konnten wir über Nacht am Marktstand lassen.

Es ist einfacher, das kleinere Fahrzeug den Tag über zu parken. Außerdem muss vom Dicken ja die Batterie geschont werden.

Sonntag ist jedoch wieder der Bus gefragt, denn am Ende des Tages muss abgebaut und wieder alles verstaut werden. Mit zwei Autos zu fahren, damit wir in Sachen eventuell zu leistender Starthilfe autark sind, ist nicht ratsam, denn dann müssen zwei Fahrzeuge geparkt werden. (Normalerweise sind wir gerne autark, verlassen uns ungern auf die Hilfe Anderer, da sind wir uns absolut einig, mein Imker und ich.)

Der letzte Markttag geht also ins Land, die Stunden verrinnen, und unsere Gedanken schweifen langsam zur Organisation des Abbaus.

Am Nachmittag hat es begonnen zu schneien, es ist naßkalt und immer mehr kommen wir zu dem Schluss, dass der Sprinter wohl nicht anspringen wird.

Er muss einmal zum Laufen gebracht und in den Pfarrhof gefahren werden, und nach dem Beladen möchte er dann bitte erneut anspringen, damit wir nach Hause kommen.

In der Enge des Pfarrhofes, mit den ganzen Ausstellern, ist es nicht so einfach, das Auto zu beladen. Ewiges Ranchieren, bis Jeder seine Utensilien verstauen konnte und am Ende tun wir immer gut daran, unter den Letzten zu sein, die den Hof verlassen. Wir haben immer jede Menge Gerätschaften einzupacken, das dauert. Es ist dann Niemand mehr da, der uns Starthilfe geben kann - Jeder möchte nach einem langen Wochenende nur noch nach Hause.

Wir beschließen also, Freunde um Hilfe zu bitten. Der Mann der Töpferin von gegenüber (wir haben uns vor vielen Jahren auf einem Markt kennen- und schätzengelernt und treffen uns einmal jährlich - am Weihnachtsmarkt) hat mich dann netterweise kurz mit seinem Wagen nach Hause gebracht, damit ich den PKW zusätzlich holen kann und wir unabhängig sind.

Ich erinnere mich noch gut an diese gemeinsame Rutschpartie - es hatte ja den ganzen Nachmittag über kontinuierlich geschneit und was im Pfarrhof lediglich als Schneeregen ankam, hat die Welt außerhalb des Hofes in eine herrliche Winterlandschaft verwandelt.

Weihnachtsmarktfeeling, wie man es sich wünscht.

Fürth, 21.06.20
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Kapitel 51: Imkermobil mit Tücken

Sommer 2016: Der Bus ist krank!

Er lässt den Imker des Öfteren stehen, springt nicht mehr an.

Wir haben ihm deshalb eine neue Lichtmaschine spendiert, die jedoch leider keine dauerhafte Abhilfe schaffen konnte.


Ein ums andere Mal wurde ich mit dem PKW ins "offene Gelände" beordert, um Starthilfe zu leisten. Umso umständlicher, wenn der Bus wieder einmal mit der "Schnauze" an einem Bienenwagen oder einer Hecke steht, weil diese Position dem vorherigen Ladevorgang dienlich war, und ich den PKW deshalb nicht auf anhieb Motorhaube an Motorhaube für die Starthilfe in Position bringen kann.

In so einem Fall muss Freund Sprinter zunächst noch mittels Abschleppseil in eine passable Position gezogen werden, bevor quasi der Defibrilator zum Einsatz kommen kann.

Über kurz oder lang werden wir uns wohl vom geliebten Bus trennen und für Ersatz sorgen müssen. Die Bienensaison muss jedoch vorher noch zu Ende gebracht werden, auch der Weihnachtsmarkt muss noch über die Bühne, solange sollte er noch durchhalten.

Fürth, 31.05.20
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