Geschichten aus dem Reich der Immen

Imkeralltag

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Kapitel 41: Urlaub - ein schwieriges Thema
Kapitel 42: Das Imkermobil
Kapitel 43: Frühjahrsputz
 
 


 
 
 
 
 

Kapitel 44: Nur noch ein Kapitelchen ...

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Kapitel 43: Frühjahrsputz

Es ist Frühjahr, die Tage sind nun schon deutlich länger, die Temperaturen klettern immer öfter in den zweistelligen Bereich. Eine erste Bestandsaufnahme hat der Imker dieses Jahr bereits gemacht, die Winterverluste zur Kenntnis genommen, er freut sich über die Völker, die überlebt, sprich, gut ausgewintert haben.

Heute stehen erste Völkerdurchsichten mit diversen Aufräumungsarbeiten auf dem Plan.

Er knöpft sich den ersten Beutenturm vor, nimmt den Deckel ab, schaut sich jede einzelne Wabe an:

  • Wurde das Futter verbraucht?
  • Ist etwas schlecht geworden?
  • Sind Anzeichen für Krankheiten vorhanden?
  • Legt die Königin bereits Eier - ist schon Brut vorhanden?

Er baut den Turm Zarge für Zarge ab, stellt alles zur Seite, bis er beim Bodenbrett ankommt. Auf dem Bodenbrett liegen immer eine handvoll toter Bienen, die sich den Winter über aufgearbeitet haben. Die müssen entfernt und quasi "einmal durchgefegt" werden.

Die Waben werden neu sortiert, so dass das Volk neu durchstarten kann.

Die Bienen verbleiben zum Teil in den zur Seite gestellten Kästen, zum Teil fliegen sie auf, orientieren sich in der Luft und möchten gerne durch ihr Flugloch wieder "einsteigen". Aber hoppla? Da stand doch bis gerade eben noch unser Zuhause???

Der Imker steht hinter dem leergeräumten Bodenbrett, ihm gegenüber, vor dem Bodenbrett hat sich in Fluglochhöhe eine kleine, "verwunderte Bienenwolke" in der Luft gebildet, die es noch immer nicht fassen kann.

Der Imker stellt die erste Zarge auf das Bodenbrett, die zweite Zarge, Deckel drauf. Und - haste nicht gesehen - landet die gesammelte Bienenwolke nach und nach auf dem Anflugbrett und spaziert, Bienchen für Bienchen, flugs zurück in den Bienenkasten. Fast wie ein Staubsauger saugt der Kasten seine Bewohner wieder ein.

Faszinierend.

Fürth, 31.01.18
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Kapitel 42: Das Imkermobil

Zu Beginn der imkerlichen Tätigkeit meines Mannes gab es lediglich unseren PKW. Wie bereits erwähnt, war der Kofferraum stets voll mit imkerlichen Gerätschaften und Zargen. Die Utensilien ergossen sich in manchen Zeiten bis auf die Rücksitzbank und wenn es nach einer Familienfeier galt, eine Oma oder Tante nach Hause zu fahren, mussten immer erst größere Umräumaktionen erfolgen, um überhaupt Platz für einen weiteren Insassen zu schaffen.

Als unser jüngerer Sohn seinen Führerschein hatte, verkündete er, er wäre gar nicht scharf darauf, die rollende Werkzeugkiste zu fahren.

Für etwas Entlastung sorgte ein in der Folge angschaffter KfZ-Anhänger, somit blieb meist zumindest der Rücksitz frei und die Sitzbezüge litten nicht mehr ganz so sehr.

Irgendwann kam der Imker dann auf die Idee, er bräuchte ein gesondertes Fahrzeug. Wir durchforsteten das Internet auf der Suche nach einem geeigneten Vehikel und stießen auf die kuriosesten Variationen, über die wir unsere Witze machten.

Ein Dreirad, wie aus der Pizza-Werbung. Er bekommt noch eine Glocke in die Hand zum Schwenken und kann losziehen und Honig ausfahren.

Letztendlich haben wir uns für einen der kleineren Transporter/Sprinter entschieden und Papa freute sich über sein "Papamobil", wie er es nannte, sein "Imkermobil", seinen "Lastwagen", wobei ich letzteres für etwas übertrieben halte. Für mich ist das der "Bus".

Er liebt den Bus! "Welches Auto nehmen wir?" Wenn ich diese Frage mit "Mir egal" beantworte ist alles klar. Wir nehmen den Bus!

Er wurde dann noch beklebt, damit ein echtes Imkermobil daraus wird und seitdem besitzen wir tatsächlich wieder einen PKW mit benutzbarem Kofferraum.

Fürth, 31.12.17
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Kapitel 41: Urlaub - Ein schwieriges Thema

Im Sommer wegzufahren ist für uns kaum drin! Völkervermehrung - Königinnenzucht - Schwarmverhinderung und Schwarmfang - Honigernte - Auffütterung. Alle diese Tätigkeiten erfordern die unbedingte Anwesenheit des Imkers von April bis September.

Also haben wir es uns zuhause so eingerichtet, dass man sich auch hier gut erholen kann.

  • ER entspannt bei der Arbeit mit und an den Bienen - kann einfach nicht stillsitzen, der Mann.
  • ICH pflege und genieße meinen Garten. Pflanze ein, aus und um; säe und jäte; plane und führe neue Gartenprojekte durch - da fällt mal hier eine Konifere, es entsteht dort ein neues Beet.

Meinen Pflanzenreichtum während meiner Abwesenheit adäquat zu wässern, kann ich sowieso Niemandem zumuten. Da ist es besser, ich bleibe hier, damit alles so versorgt wird, wie ich mir das vorstelle.

Im Jahr 2010 haben wir jedoch einen gewagten Vorstoß unternommen und tatsächlich eine 10-tägige Irland-Rundreise für Ende März/Anfang April gebucht. Der Norden ist einfach unser Ding und nachdem in unser beider beruflichen Umfeldern und auch zuhause alles perfekt geregelt und die Koffer bereits so gut wie gepackt waren, brach auf Island der Vulkan mit dem unaussprechlichen Namen aus und wir konnten nicht fliegen.

Es sollte einfach nicht sein, dass wir hier wegkommen.

Von einem Teil des gesparten Geldes habe ich eine Hängeschaukel für den Garten gekauft, machen wir es uns eben wieder einmal hier gemütlich!

Fürth, 29.11.17
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Wenn Sie Spaß am Lesen hatten, sind sie herzlich eingeladen, uns in Minerva´s Gartenforum zu treffen. Wir freuen uns über Austausch, insbesondere natürlich zum Thema "Die fantastische Welt der Bienen".