Geschichten aus dem Reich der Immen

Unvergessliche Erlebnisse

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Kapitel 31: Unvergessliche Erlebnisse
Kapitel 32: UnFassbar
Kapitel 33: Was ist eine Klotzbeute?
 
 


 
 
 
 

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Kapitel 33: Was ist eine Klotzbeute?

Moderne Bienenkästen bestehen, wie wir inzwischen wissen, aus einzelnen Modulen, die man aufeinander stellt.

Als der Mensch in grauer Vorzeit hinter das süße Geheimnis der Bienen kam und somit diese Tiere für sich entdeckte, kletterte er zunächst auf Bäume, in deren Höhlungen sich ein Volk angesiedelt hatte, um Honig zu mopsen.

Aufwändig, gefährlich und ganz sicher äußerst stichreich waren diese Aktionen. Es blieb dem gemeinen Steinzeitmenschen ja nichts anderes übrig, als direkt in die Baumhöhle zu fassen und zu versuchen, ein Stück Wabe zu entreißen. Mich schüttelt es direkt, bei dieser Vorstellung.

Die süße Verführung war aber ganz offensichtlich zu stark. Wir müssen uns an dieser Stelle bewusst machen, dass es, außer der Süße von Früchten (und die können manchmal ganz schön sauer sein), keine Süßungsmöglichkeit gab. Zwar importierten bereits die Römer der Spätantike Zuckerrohr aus Indien und Persien, das teuere Luxusgut war jedoch nur für sehr reiche Patrizier erschwinglich. Das Hauptsüßungsmittel war eingekochter Traubensaft - womit wir wieder bei den Früchten wären.

Erst im 12. Jahrhundert kam das Zuckerrohr mit den Kreuzfahrern auch nach Mitteleuropa, blieb aber weiterhin lange Zeit ein Luxusgut der Reichen. Der Zuckergehalt der Zuckerrübe wurde gar erst gegen Ende des 18. Jahrhundert entdeckt und es dauerte noch einmal fast 50 Jahre bis zur industriellen Zuckerproduktion. Bis dahin stand Honig hoch im Kurs, sowohl geschmacklich, als auch preislich.

Zurück zu unserer Klotzbeute: Irgendwann kam man also auf die Idee, ein Stück Stamm auszuhöhlen und Bienen darin anzusiedeln. Diese sogenannten Klotzbeuten waren dann erstmalig transportabel. Ein Raum im Ganzen, ein Holzklotz, nicht mehrere Räume aufeinander, wie heutzutage. So entfiel zumindest schon einmal die Kletterei in luftige Höhen.

Dies war der Beginn der Zeidlerei. Der Zeidelzunft. Und so sah der Zeidler dann später im Mittelalter aus ...

Der Mensch begann dann im Laufe der Zeit, Klotzbeuten in allen möglichen Varianten herzustellen. Die bekannten Bienenkörbe/Strohstülper sind eine Möglichkeit, eine andere Möglichkeit sind kunstvoll geschnitzte Baumstücke, oder eben ein Fass...

Fürth, 12.05.17
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Kapitel 32: UnFASSbar

Heute nachmittag, das Handy klingelt - die Feuerwehr - ein Bienenschwarm.

Na endlich! Die ganze Woche musste ich mir schon das Genöle anhören, dass bei diesem Wetter Schwarmzeit ist und er gerne täglich einen Schwarm hätte. Schließlich stünde das Auto fix und fertig gepackt draußen.

Telefonat mit den Bewohnern dort - die Bienen sind am Balkon, da kommt man gut hin - setzen sich gerade außen an einer Tonne fest.

Also los.

Eine Stunde später hör ich mein Auto kommen, geh zur Haustür und erwarte einen erfolgreichen Imker mit irgendeinem Karton voller Bienen.

Und was steht vor mir? Ein freudestrahlendes Honigkuchenpferd mit einem Fass in den Händen. Jeder Bernhardiner wäre neidisch.

Hatten diese Leute ein altes Fass auf dem Balkon stehen und durch das Spundloch sind die Immen, bis er dort ankam, komplett eingezogen. "Tja, und wie soll ich die da jetzt rausbekommen?" - "Ach, nehmen sie doch das Fass mit, ist zwar noch von unserer Oma, aber .... "

 

 

Und jetzt hat der freudestrahlende Imker eeeeeeeeeeeeendlich eine Klotzbeute.

Fürth, 21.04.17
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Kapitel 31: Unvergessliche Erlebnisse

Ist Dein Leben öde? Ereignislos und langweilig? - Dann schaff Dir einen Imker an.

Wenn ich ganz ehrlich bin, gibt es Momente, in denen mir das Hobby meines Imkers "mächtig auf den Zeiger geht"!

Seine komplette Freizeit des Sommers ist auf die Bienen ausgerichtet (und nebenbei sind wir Beide auch noch berufstätig!). So schön ein stetiger Honigabsatz ist, die Arbeit hört nie auf! Ich persönlich gehöre zu den Menschen, die gerne einmal "fertig" sind.

Kaum habe ich für alle abgefüllten Sorten Etiketten ausgedruckt, geschnitten und auf die Gläser geklebt, neigt sich schon wieder eine Sorte dem Ende zu und es muss nachproduziert werden. Stets stehen Honigkartons in Küche, Wohnzimmer und/oder Eßzimmer, die auf Etikettierung warten. Bei Huckepack muss schon wieder nachgeliefert werden, die Küche gleicht mal wieder einem Schlachtfeld, da der Wabenhonig in die Verkaufsblister muss und von der Honigernte will ich gar nicht reden.

Bei all der Arbeit und dem fehlenden Urlaub "kommen wir aber trotzdem rum". Da verkauft ein Kollege aus Augsburg eine erkleckliche Anzahl an Völkern und wir verbinden die Fahrt mit einem Besuch in der Innenstadt und der berühmten Augsburger Fuggerei. Da möchte ein Kollege aus der Pfalz jede Menge Bienenbeuten loswerden, da er auf ein anders Maß umgestellt hat, und ich komme ganz unverhofft zu einem Besuch bei meiner Busenfreundin und meinem Lieblingshund.

Eine Fahrt zu einem Kollegen in der näheren Umgebung führt mich unterwegs in eine Staudengärtnerei, in die ich schon lange einmal wollte.

ER gibt vor, wo er hin muss und hätte mich gerne dabei, ICH ziehe los, um in Erfahrung zu bringen, was man auf dem Weg dorthin (mit kleineren Umwegen) noch anstellen kann.

Und ob unterwegs oder im imkerlichen Alltag: es sind die unvergeßlichen Erlebnisse, die mein/unser Leben bereichern.

Fürth, 07.04.17
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Wenn Sie Spaß am Lesen hatten, sind sie herzlich eingeladen, uns in Minerva´s Gartenforum zu treffen. Wir freuen uns über Austausch, insbesondere natürlich zum Thema "Die fantastische Welt der Bienen".